Das neue Zeitalter begrenzter Ressourcen
Der aktuelle Iran-Konflikt hat die Notwendigkeit einer gesicherten Versorgung mit kritischen Mineralien und Energie erneut in den Fokus gerückt. Die Behinderungen des Seeverkehrs durch die Straße von Hormus – eine für den Welthandel wichtige Wasserstraße – haben zu Engpässen und höheren Preisen für viele Rohstoffe geführt, darunter Energie, Düngemittel, Schwefel, Helium und strategischen Industriemetalle. Nach dem vorläufigen Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran Mitte Juni wurde der Seeverkehr durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen. Dennoch hat sich der Schiffsverkehr nicht vollständig normalisiert und die Sicherheitslage bleibt angespannt. Lieferengpässe dürften weitere Monate anhalten, da die Produktion sich nur langsam dem Vorkonfliktniveau nähert.
Trotz der starken Performance des breiteren Rohstoffsektors seit 2022 sind nach unserer Auffassung die meisten Anleger in dieser geopolitisch sensiblen Anlageklasse weiterhin untergewichtet. Zudem hat der Konflikt gezeigt, dass energieimportierende Regionen wie Europa und Asien hohe Investitionen tätigen müssen, um eine größere Energieautarkie zu erreichen und größere Öl- und Erdgasquellen außerhalb des Golfs zu sichern.
Unsere Empfehlungen
Ein Thema mit Schwerpunkt auf folgenden Anlagebereichen:
- Edelmetalle
- Strategische Metalle
- Technologisch wichtige Energiequellen
- Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien
- Unternehmen, die an der Gewinnung und Aufbereitung dieser Rohstoffe beteiligt sind
- Unternehmen, die im Bereich Wasseraufbereitung und -infrastruktur tätig sind
- Strukturierte Lösungen, die auf Edel‑ oder Industriemetallen bzw. auf Bergbaufirmen basieren
Hauptrisiken
- Eine Abschwächung der Rohstoffnachfrage im Falle einer wirtschaftlichen Rezession.
- Die Nachfrage nach sicheren Anlageklassen, wie etwa Edelmetalle, könnte sinken, wenn geopolitische Spannungen nachlassen.
- Rohstoffpreise unterliegen Schwankungen, da sie ein spekulatives Element besitzen.
- Einige der jüngsten Lieferengpässe, die die Metallpreise erhöht haben, könnten nur von kurzer Dauer sein, wenn stillgelegte oder nur ausgesetzte Abbaukapazitäten wieder aktiviert werden.